Realschule mit Bilingualem Zug
  Bildungswerkstatt Baden-Württemberg
     MINT-freundliche Schule

Meeting in Palazzolo

Die ganze Woche habe ich mich darauf gefreut! Montag, den 04.02.2013 um 16 Uhr ging es endlich los. Wir haben uns an der Schule getroffen und sind dann alle gemeinsam mit einem Taxi zum Flughafen gefahren. Das Gute daran war, ich kannte die Mädels schon vor dem Projekt gut. Am Mailander Flughafen angekommen war ich erleichtert, dass alles so gut geklappt hat mit dem Flug. Am Ausgang hat uns gleich ein Taxifahrer erwartet und ich konnte mich mit ihm auf Italienisch sehr gut verständigen, da meine Muttersprache Italienisch ist. Ich hab mich sehr wohl gefühlt dabei. Im Taxi waren wir nicht alleine, sondern zusammen mit anderen 6 Schülern, die aus Frankreich kamen. Am Anfang war die Stimmung sehr ruhig. Wir alle waren sehr schüchtern. Nach ungefähr 10 min haben wir uns alle vorgestellt und die Franzosen waren sehr sympathisch. An der Schule angekommen war ich nicht mehr so aufgeregt, weil ich zu meiner Gastpartnerin schon Kontakt hatte. Ich hab mich sehr wohl gefühlt bei der Familie und sie war auch sehr freundlich. Am nächsten Tag in der Schule haben wir immer mehr Leute kennengelernt und somit war die Busfahrt nach Colere sehr lustig. Dort angekommen mussten wir 4 uns noch mit anderen 4 Italienerinnen unser Zimmer teilen. Die Herausforderung bestand darin, sich zu einigen, wer wann und für wie lange ins Bad geht, ansonsten war alles ok. Als wir Mittwoch und Donnerstag Snowboard fahren waren, war es sehr lustig. Abends haben wir uns immer mit den anderen am Kamin getroffen, der gleich unten am Eingang war. Es waren noch andere 4 Deutsche aus Heilbronn dabei. Als wir dann Donnerstag wieder nach Palazzolo gefahren sind, war ich schon traurig, weil ich wusste, dass es Freitag nach Hause gehen würde. Die Woche war sehr amüsant und es hat Spaß gemacht, mit anderen Nationalitäten zusammen zu sein. Donnerstagabend sind wir 4 mit unseren Gastpartnern noch gemeinsam Pizza essen gegangen und haben so noch den letzten Abend genossen. Freitag ging es früh raus schon gegen 03.30 Uhr. Ich war sehr müde und habe dann erst realisiert, dass ich alle vielleicht nie wieder sehen werde, als ich im Flugzeug saß. Die Woche hat mir sehr gefallen und ich würde sowas gern noch einmal machen.

Isabell Battista, 9d

 
Ich traf meine Gastfamilie zum ersten Mal am späten Abend des 04.02.2013. Ich wurde herzlich empfangen und aufgenommen, alle waren sehr nett zu mir. Ich war sehr aufgeregt, die Familie kennenzulernen und die Wohnung zu sehen, aber ich war auch sehr müde, weil ich einen langen Tag hinter mir hatte. Die Wohnung, die 40 Minuten von der Schule entfernt war, entsprach nicht wirklich unserem Standard. Ich konnte Schimmel und Spinnen an den Decken der kleinen Wohnung erkennen. Als ich dann mein kleines Zimmer sah, das sehr spartanisch eingerichtet war, fühlte ich mich nicht sehr wohl. Ich schlief zusammen mit meiner Austauschschülerin in einem Stockbett in diesem Zimmer. Mir wurde sofort klar, welches Glück ich doch hatte, ein eigenes Zimmer zu haben, mit Platz und einer schönen Einrichtung. Die Unterschiede zu Deutschland waren sehr extrem für mich, weil meine Gastschülerin jeden Morgen 40 Minuten zur Schule gefahren werden muss und in einer ziemlich kleinen Wohnung lebt mit ganz anderen Verhältnissen. Ich hatte das Glück, dass ich eigentlich nur zum Schlafen in der Wohnung war und das nur zwei Nächte, die erste und letzte Nacht. 
Ich durfte auch an dem Unterricht teilnehmen.In den Fächern Englisch und Deutsch habe ich dabei viele Erfahrungen gesammelt, denn der Unterricht war nicht sehr ansprechend. Die Schule allgemein war sehr alt und groß. Es gab mehrere Gebäude mit vielen gleichwirkenden Gängen und Klassenzimmern. Jeder Schüler musste sich mit einer Karte registrieren, dass er anwesend ist. An den Eingängen der Schule wartete schon eine große Schülerschlange. Die Klassenzimmer waren sehr klein und vollgestellt mit Tischen. Die Lehrer wirkten aufdringlich und mischten sich zu sehr in das Privatleben der Schüler ein. Sie machten keinen wirklichen Unterricht, mit Aufschrieben, Büchern, Heften oder Aufgaben, sondern mit genauen Befragungen, die nicht immer positiv waren und auch keinen interessierten. Der Unterricht in Deutschland gefällt mir viel besser, weil er nicht so langweilig ist und auch viel mehr und besser gelernt wird. Das Lehrer-Schüler Verhältnis ist nicht so „freundschaftlich“ sondern eher distanzierter aber trotzdem nett. Ich fände es auch sehr unangenehm, wenn meine Lehrer sich täglich in mein Privatleben einmischen würden und komische Fragen dazu stellen. 
Jetzt habe ich nur noch sehr wenig Kontakt zu meiner Austauschschülerin und ihrer Familie, wir schreiben ab und zu auf Facebook.
Wenn ich die Chance hätte, noch einmal mitzukommen, würde ich auf jeden Fall nochmal mitkommen. Ich habe in diesem Projekt sehr viel erlebt, gelernt und auch ein neues Land und dessen Sprache kennengelernt. Es hat mir trotz der Wohnung, sehr gut gefallen und mir hat es nicht nur sprachlich sehr viel gebracht. Ich habe auch gelernt, wie man mit anderen Personen umgeht und spricht, die nicht dieselbe Sprache sprechen. Neue Bekanntschaften zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln und Probleme zu lösen, hat mir Spaß gemacht.

Jasmin Stotz, 9d

 

Am 4. Februar ging unser Trip nach Italien los. Die letzten Wochen war ich schon total aufgeregt und gespannt auf Palazzolo, den Flug, und meine Austauschschülerin. Frau Weiß, Frau Sproll, Jasi, Cindy, Isa und ich wurden am Montag nach der Schule um 16:00 Uhr von einem Taxifahrer, der sehr gesprächig war, zum Flughafen gefahren.Im Flugzeug saß ich neben Isa. Es war lustig und der Flug ging recht schnell.
In Mailand am Flughafen warteten wir zusammen mit einem Italienischen Taxifahrer auf die Franzosen, die mit uns später im Taxi saßen und zusammen mit uns nach Palazzolo an die Schule fuhren. Zuerst war die Stimmung eher trüb, da keiner sich so richtig traute ein Gespräch anzufangen.
Später lockerte sich alles auf und wir unterhielten uns miteinander.
Es ist toll, sich mit Leuten aus anderen Ländern zu verständigen.
An der Schule angekommen fand jeder sein Austauschschüler oder Schülerin, nur leider Cindy und ich nicht.
Wir warten und warten und so langsam waren alle anderen weg, dann mussten Cindy und ich zum Glück zusammen mit in die Schule und dort warten.
Bis endlich irgendwann unsere Austauschschüler kamen. Da ich aber noch keinerlei Kontakt mit ihr aufgenommen hatte, war mir das alles schon ein bisschen unangenehm. Rania ist schon 18. So sind wir und ihr Bruder mit dem Auto los gefahren. Da es der erste Abend war, schlugen sie mir vor, noch etwas trinken und essen zu gehen. Am nächsten Morgen ging es ab zur Schule und ich war froh, wieder bekannte Gesichter zu sehen und wieder Deutsch zu reden.

Die Schule ist viel größer als unsere und es ist auch ein ganz anderes Schulwesen als in Deutschland. Ich fand die Schulstunden sehr spannend. Zu sehen wie andere Länder Deutsch oder Englisch lernen war echt amüsant.
Nach dem Tag in der Schule fuhren wir mit den ganzen Italienern, Spanier, Franzosen, Belgiern, Engländern und alle die an dem Projekt teilnahmen nach Bergamo zum Skifahren. Isa und ich machten zum ersten mal ein Snowboardkurs, es war ein richtig tolles Gefühl, boarden zu erlernen.
Abends saßen wir alles zusammen vor dem offenen Kamin in der Hütte. Einfach nur traumhaft so eine Aussicht vom Berg und die Hütte an sich.
Unser Zimmer teilten wir mit noch 4 anderen Italienerinnen, sie waren ganz nett. Nur ein Bad für 8 Mädchen, das war schon etwas nervig. Aber alles hat ganz gut geklappt. Am nächsten Tag gabs Frühstück und danach gleich den zweiten Kurs. Das Boarden hat mega viel Spaß gemacht, doch abends waren wir alle total kaputt und freuten uns einfach nur noch auf unser Bett.
Am Donnerstag fuhren wir alle wieder zu unseren Austauschschülern und Abends gingen Jasi, Isa und Ich zusammen mit unseren Austauschschülern Pizza essen. War total lecker und ein schöner Abschluss der Woche.
Es war eine total tolle Woche mit neuen Einblicke in andere Länder und andere Sprachen, ich würde so etwas jederzeit nochmal mitmachen!

Luca Fina, 9b

 

Schließlich noch die Eindrücke von Cindy Morford, 9d

In der Gastfamilie fühlte ich mich wohl und willkommen, denn sie haben mich sehr offen und herzlich begrüßt. Ich war sehr aufgeregt vor dem ersten Kennenlernen. Auch 20 Minuten nach dem ersten Treffen war ich noch etwas nervös, man muss sich ja schließlich erst kennenlernen. Am Anfang wusste ich nicht was ich reden sollte, denn der Vater konnte kein Englisch und ich konnte kein Italienisch.
Diese Kennenlernphase empfand ich nicht so angenehm. Martina hat dann übersetzt.
Zwischen Martina und mir hat sich eine Freundschaft entwickelt. Wir haben aber noch keine Pläne gemacht, uns zu besuchen oder so. Hin und wieder habe ich per Facebook Kontakt mit ihr.

Was habe ich mitgenommen?

Familien in Italien sind sehr offen, herzlich und liebevoll.
Es gibt einem die Möglichkeit, neue Freundschaften mit anderen Kulturen aufzubauen.
Wohnungen in Italien können sehr schön sein !
Obwohl ich mich sehr wohl gefühlt habe in der Gastfamilie, habe ich mich auf Zuhause gefreut, denn ich habe in Italien gemerkt, wie wichtig die eigene Familie ist.

Wie ist die Situation jetzt?

Ich habe noch ein bisschen Kontakt mit Martina.
Ich würde immer wieder aufs Neue mitkommen, weil ich gerne verreise und weil man einfach in allen Dingen sehr viel dazu lernt, zum Beispiel meine Englischkenntnisse haben sich erweitert.
Das eigene Zuhause mit der Familie schätzt man noch mehr.
Man lernt, wie man auf andere Leute zu geht, die man nicht kennt und die auch nicht die selbe Sprache sprechen.
Es ist immer wieder aufs neue ein besonderes Erlebnis.
Man lernt ein anderes Land kennen und unternimmt viel mit der Gastfamilie.
Beim Skifahren waren wir Deutschen aus der Theodor Heuss Realschule mit vier Italienerinnen in einem Zimmer. Wir hatten so die Chance, uns über unsere Gastfamilien austauschen zu können. Als die Italienerinnen in unserem Zimmer waren war es etwas komisch, denn ich fühlte mich beobachtet.Trotzdem konnte ich so sein wie ich bin. Alle italienischen Comenius Partner kamen mit nach Colere außer meine und das war ein bisschen schade. Wir haben uns in Colere Ski und Skischuhe ausgeliehen, allerdings war das nicht so praktisch, denn ich bin mit meinem Ski nicht zurecht gekommen, weil er mir zu klein war.