Realschule mit Bilingualem Zug
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Comenius Meeting vom 20.10.13- 25.10.13 in Sevilla

Sonntag, 20.10.2013

Dieser Sonntag ist für uns vier Mädchen (Jennifer Ziegler, Nina Fuchs, Tamara Kübler und Vivien Richter, 10. Klasse) und unsere Begleitung Frau Sproll, Frau Schimpgen und Herr Dekrell ein lang erwarteter Tag. Hier sollte unsere „ Comenius- Reise“ nach Sevilla (Spanien) beginnen.
Vorbereitend hierfür entwarfen wir ein Kochbuch, welches aus typisch deutschen Gerichten und frischen Rezepten besteht.
Darüber hinaus bastelten wir Masken aus Gips, die verschiedene Gesichtsausdrücke darstellen mussten und übten ein Theaterstück zum Thema Jugendidentität ein.

Die COMENIUS-Schulpartnerschaften werden von der Europäischen Union unterstützt und fördern internationales Lernen mit verschiedenen Staaten.
Während unseren dreistündigen Fluges hatten wir Zeit uns auszutauschen.
Dabei stellten wir fest, dass wir alle hohe Erwartungen hatten, wir wollten neue Leute kennenlernen sowie die spanische Kultur und das spanische Schulsystem.
Nachdem wir unser schönes Hotel bezogen hatten und den ganzen Tag unterwegs waren, hatten wir natürlich etwas Magenknurren. Deswegen gingen wir die Gegend erkunden. Hier herrscht lebendiges Leben, die Straßen sind voll befahren und viele Menschen sind spät abends noch unterwegs.
Wir gingen in ein heimisches Restaurant und ließen den Abend gelungen und voller Motivation für die nächsten Tage ausklingen.

Montag, 21.10.2013

Heute Morgen wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang geweckt, dadurch fiel das Aufstehen natürlich leichter. Gut gelaunt starteten wir mit einem leckeren Frühstück, das unsere Erwartungen übertraf, in den Tag. Sevilla ist eine atemberaubende Stadt im Süden Spaniens, die mit viel Leben gefüllt ist.
Dies macht sich besonders bei Nacht bemerkbar. Die arabische Eroberung 712 hinterließ bis heute ihre Spuren in Sevilla. Sevilla wurde von den Römern und den Arabern geprägt, dies macht sich nicht nur bei dem früheren arabischen Stadtname, „Ishbiliya“ woraus sich später „Sevilla“ ableitete bemerkbar, sondern auch bei der Kathedrale Maria de la Sede. Das drittgrößte Gotteshaus wurde 1401-1519 Jahrhundert auf den 
Mauern einer ehemaligen Moschee gebaut. Das Minarett der alten maurischen Moschee, heute Turm der Kathedrale, Giralda genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt.
Die Kathedrale ist eines der am meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir waren sehr beeindruckt über die Größe und Schönheit dieser Kirche!

In Spanien herrscht derzeit eine hohe Jugendarbeitslosigkeit (48 %), was sich in den ärmlichen Wohnverhältnissen am Rande der Stadt widerspiegelt.
Hier leben auch viele Schüler, die unsere Gastschule besuchen.
Als wir die Schüler aus Österreich, Belgien, Italien und Frankreich kennenlernten, ist uns sofort ein Stein vom Herzen gefallen, da alle nett und offen waren und sich somit die Angst vor dem Ungewissen legte.
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten mit der englischen Sprache klappte es ganz gut.
Die Offenheit der Schüler anderer europäischer Länder beeindruckte uns sehr und wir schlossen schnell Freundschaften.
Müde von all den Eindrücken gingen wir ins Bett. Das Stadtviertel Barrio de Santa Cruz ist ein Labyrinth aus kleinen, engen Gassen.
Hier stehen hübsche bunte Häuser mit schattigen Innenhöfen, unterbrochen von einer hohen Anzahl uriger Tapas-Bars, die den besonderen Flair der Stadt Sevilla ausmachen.


Dienstag, 22.10.2013

Heute Morgen wachten wir schon mit einem Kribbeln im Bauch auf, denn heute geht es in die Instituto, de e s o Joaquin Romero Murube Schule.
Nach dem kurzen Frühstück machen wir uns auf den 20 minütigen Weg zur Schule.

Als wir in der Schule ankamen, waren wir überrascht, denn die Schule wirkt auf uns wie ein Gefängnis. Die Schule ist komplett ummauert, die Fenster sind mit Gitter versehen, da in der Gegend soziale Probleme und Kriminalität herrschen. Die Gitter sind jedoch nur zum Schutz für die Schüler. In dem Moment waren wir sehr glücklich, dass wir auf der THRS sind, denn wir haben einen sehr modernen Unterricht, eine helle und farbige Schule zum Wohlfühlen und ein durchdachtes Schulsystem.

Wir wurden kurz begrüßt und durften in verschiedene Klassen hineinschnuppern und stellten enorme Unterschiede zur THRS und zum deutschen Schulsystem fest.
Das hat unser Interesse geweckt und wir wollten wissen, wie es in anderen Ländern an den Schulen ist. Im Schulsystem der Belgier und der Dänen wird viel Wert auf Sprache gelegt und die Dänen haben zusätzlich Theater und Film als Schulfach. Auch die Notengebung ist komplett unterschiedlich. Das dreigliedrige Schulsystem, wie wir es (noch) haben, gibt es in keinem der anderen Länder.
Im Anschluss ging es um unser Themenprojekt „Youth Identity“ und wir tauschten die Gipsmasken aus, die wir in Deutschland für dieses Projekt hergestellt haben.
Dadurch das die Masken verschiedene Emotionen gezeigt hatten, haben wir sie den jeweiligen Begriffen wie Liebe, Angst, Trauer, etc zugeordnet.
Die Masken benutzten wir am nächsten Tag für „The six sequences of drama with music“. Das Theaterstück, das wir einstudiert hatten. Danach gingen wir in einen wunderschönen Park, dort haben wir einen Orientierungslauf gemacht. Abends saßen wir mit den Schülern der anderen Ländern im Aufenthaltsraum zusammen und übten kräftig unser Englisch.

 

Mittwoch, 23.10.13

Zu Beginn dieses Schultages wurden unsere zu Hause einstudierten Theaterstücke aufgeführt. Dabei ging es um eine pantomimische Darstellung von Jugendkultur.
In unserem Theaterstück ging es beispielsweise um ein Mädchen, das mit einem Stofftier heranwächst. Wir haben zwei Wochen vor der Aufführung angefangen das Theaterstück zu proben und waren dennoch aufgeregt, dass etwas schief gehen könnte und auch weil wir merkten, wie gut die anderen Länder vor uns waren.

Bei der Aufführung ist uns aufgefallen, dass die Dänen sehr gute Schauspieler sind.Sie haben uns erzählt, dass sie an ihrer Schule Schauspiel als Fach haben.
Nach den Theateraufführungen hatten wir, auf dem Schulhof, der gleichzeitig auch als Sportplatz dient, Zeit mit den anderen Ländern zusammen Basketball und Volleyball zu spielen. So konnten wir die anderen Teilnehmer besser kennenlernen.
Danach gestalteten wir Länder gemischt Plakate, auf welchen das Comeniusprojekt durch Aufkleben und Malen gewisser Gegenstände zum Ausdruck gebracht wurde.

Es entstanden bunte Plakate mit lustigen Zeichnungen von Dingen, die wir in Spanien zusammen erlebt hatten, denn das ist typisch für Comenius:
Neue Leute und Kulturen kennenlernen und mit ihnen zusammen tolle Sachen erleben. Am späten Nachmittag haben wir alle zusammen dann noch eine spaßige aber auch sehr anstrengende Kajak-Tour unternommen.
Nach der Kajak-Tour sind wir dann mit den Belgiern, mit denen wir uns sehr gut verstanden, Tapas essen gegangen und sind nach einem langen und anstrengenden Tag erschöpft in unsere Betten gefallen.

 

Donnerstag, 24.10.2013

Jedes Land präsentierte heute in derSchule ein vorbereitetes Gedicht mit einer jeweils passenden Theaterperformance und Livemusik.Auch hier gab es wieder tolle Ergebnisse. Auch hier fielen besonders die Dänen auf, sie hatten eine überzeugende Mimik und ausdrucksstarke Stimmen.
Ebenfalls beeindruckend waren die Engländer, die ihr eigen gedichtetes Kunstwerk präsentierten.
Die Stimmung war sehr harmonisch, dawir alle super zusammengefunden hatten.Nach einem kurzen Besuch in der „Flora Tristán Universität“ und eines Vortrags über die Zusammen-
arbeit mit unseren Gastschulen gab es eine Entspannungspause.Die Lehrer trafen sich immer wieder zu eigenen „Meetings“ um das Folgeprojekt in Belgien
zu organisieren und neue Ideen zu entwickeln.

Am Ende des Tages gingen wir in ein Italienisches Restaurant, genossen unser „Familienleben“ und das tolle Menü ( Pizza, Pasta, Salat, Eis – „All you can eat“).
Das Abschiednehmen fiel uns sehr schwer. Freundschaften sind entstanden und so hoffen wir, dass wir in Kontakt bleiben und ein weiteres Treffen organisieren können, Adressen, Facebook etc. wurden ausgetauscht .
Leider flossen auch Tränen. Es war eine schöne Woche, aus der wir viel mitnehmen können z.B auf Menschen zuzugehen, offen zu sein, keine Angst zu haben, sich auf Neues einzulassen und neue Kontakte zu knüpfen.Außerdem haben wir uns persönlich alle weiterentwickelt und haben unser Selbstbewusstsein aufgebessert.
Dazu war es für uns eine gute Übung für die Kommunikationsprüfung „EuroKom“.

Wir sind froh, dass wir diese Chance bekommen haben und sagen nochmal Dankeschön.
Wir hoffen, dass es das Comenius Projekt noch lange Zeit gibt, solch eine Chance zu bekommen ist unbezahlbar.