Realschule mit Bilingualem Zug
  Bildungswerkstatt Baden-Württemberg
     MINT-freundliche Schule

Rauchfrei

Ein Teil der Gesundheitsprävention ist die Nichtraucherprävention. Gerade im Alter der RealschülerInnen wird die Thematik des Rauchens präsent. Es gilt SchülerInnen über Gefahren und Risiken aufzuklären und sie beim Erwerb von Handlungsstrategien gegen das Rauchen zu unterstützen. Als thematischen Rahmen bietet sich die Teilnahme an dem bundesweiten Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be smart, don’t start“ an, den die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit verschiedenen Partnern ins Leben gerufen hat. Hierbei verpflichten sich die SchülerInnen in einem bestimmten Zeitraum nicht zu rauchen. Die SchülerInnen werden dabei wöchentlich abgefragt. Rauchen weniger als 10% der SchülerInnen einer Klasse, während des gesamten Zeitraums, locken verschiedene Gewinne. Im Schuljahr 2013/14 nehmen die Klassen 7a, 7c und 8a am Wettbewerb teil.
Im Rahmen einer Profilwoche, die für Leitthemen und besondere Projekte an der Theodor-Heuss-Realschule flexible Zeitfenster ermöglicht, wird dann in einem fächerübergreifenden Projekt die Thematik des Rauchens genauer beleuchtet. Solche Zeitfenster bieten die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches zu bisherigen Kenntnissen und Erfahrungen mit dem Thema Rauchen. Es werden verschiedene Motive und Anreize, aber auch Gefahren und Risiken beleuchtet. Besonders steht die Sammlung von Gründen für das Nichtrauchen im Vordergrund. Weiterhin werden Handlungsstrategien zum Umgang mit Gruppendruck erarbeitet und Möglichkeiten aufgezeigt, um auch in den nächsten Jahren Nichtraucher bleiben zu können. Dabei gilt es hervorzuheben, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in Hinblick auf Motive und Strategien des Rauchens gibt. Mit Hilfe einer Ausstellung von interaktiven Informationstafeln des Landratsamtes Ludwigsburg, werden die SchülerInnen in geschlechtsgetrennten Kleingruppen dafür sensibilisiert. Ein solcher Austausch fand im Schuljahr 2013/14 für die drei teilnehmenden Klassen während der zweiten Profilwoche statt. Neben der fächerübergreifenden Auseinandersetzung, wurden außerdem in den Fächern NWA, Deutsch und EWG verschiedene fachspezifische Aspekte zur Thematik des Rauchens genauer beleuchtet. Im Fachbereich NWA erarbeiten die SchülerInnen, dass ein Nichtraucher wesentlich gesünder lebt. Hierbei gehen wir von der positiven Seite an das Thema heran. Ein Nichtraucher hat ein geringeres Risiko, eine Atemwegs- oder Blutgefäßerkrankung zu erleiden. Neben den Risiken erarbeiten die SchülerInnen in Gruppenarbeit und Rollenspielen, welche Motive ein Jugendlicher hat, mit dem Rauchen anzufangen, wie eine Abhängigkeit entsteht und nicht zuletzt, welche Möglichkeiten man hat, eine Zigarette abzulehnen.
Auch im Fach Deutsch lässt sich das Projektmotto "Be smart, don't start" unter dem Themenbereich "Argumentieren - seinen Standpunkt vertreten, Meinungen mit anderen austauschen" sinnvoll umsetzen. Hierbei konnten die SchülerInnen der 8a anhand von  Rollenspielen ihre Meinung zum Ausdruck bringen, sich mit weiterführenden Informationstexten beispielsweise zum Tabakanbau und Konsequenzen für die Anbauländer auseinandersetzen sowie Zigaretten-Werbung und ihre Stilmittel untersuchen.
Besonders durch die Material- und Informationsvielfalt (Downloads), die den Jugendlichen zum Thema an die Hand gegeben werden kann, lernen die SchülerInnen neue Aspekte kennen und können dadurch sachlicher und weitgreifender argumentieren. Im EWG-Unterricht wurde ebenfalls als Themenbereich die Zigarettenwerbung behandelt. Dabei setzten sich die SchülerInnen mit Strategien der Werbung auseinander. Es ging um eine Sensibilisierung der SchülerInnen für Werbung die sich speziell an Jugendliche richtet. Auch sollen die SchülerInnen ihre Rolle als Teilnehmer am Marktgeschehen reflektieren. Weiterhin wurde die gesetzliche Lage zum Thema Rauchen in Deutschland und ihre historische Entwicklung behandelt. Die SchülerInnen sollen dabei die Rechtsordnung in Deutschland kennenlernen und reflektieren. Es gilt das Verantwortungsbewusstsein weiterzuentwickeln, indem beispielsweise Gründe für das schrittweise Verbot des Rauchens in der Öffentlichkeit nachvollzogen werden. Als Produkte erstellten die SchülerInnen eigene Werbeplakate zum Thema Nichtrauchen. Diese sind in einer kleinen Ausstellung in der Schule auch für die anderen Klassen zu sehen. Außerdem entstanden kleine Theaterstücke, die die SchülerInnen selbst schrieben und ihren Klassenkameraden vorführten. Themen der Stücke waren der Umgang mit Gruppendruck und Strategien zur Abwehr des Rauchens. (BOR, VON, GER)